Wer einen Beruf verstehen will, muss ihn sehen. Am besten anfassen. Im März stand unser Ausbildungsteam an vier Terminen vor Jugendlichen aus dem Erzgebirge, mal bei uns in der Werkstatt, mal direkt an der Schule. Nicht als Pflichtprogramm, sondern weil wir überzeugt sind, dass gute Ausbildung früh anfängt. Vor dem ersten Vertrag.
Offene Türen am Eisenbrückenweg
Zur Woche der offenen Unternehmen am 10. und 12. März kamen Schülerinnen und Schüler nach Alberoda. Sie liefen durch die Werkstatt, schauten Kfz-Mechatronikern bei der Arbeit zu und stellten die Fragen, die in keiner Broschüre stehen. Was verdient man im ersten Lehrjahr? Wie sieht ein normaler Dienstag aus? Wie lange dauert es, bis man eigenständig an einem Fahrzeug arbeitet?
Unser Team hat sich die Zeit genommen, aus dem eigenen Alltag zu erzählen. Vom Azubi im zweiten Lehrjahr bis zum Meister, der vor zwanzig Jahren selbst hier angefangen hat. Kein Skript, keine Folie. Stattdessen Gespräche zwischen Hebebühne und Diagnosegerät.
Zwei Schulen, ein Ziel
Am 18. März war das Team beim Ausbildungsmarkt der Oberschule Bergstadt Schneeberg, am 24. März an der Jenaplanschule Markersbach. Anderer Ort, gleiches Prinzip: zeigen, was der Beruf verlangt und was er zurückgibt.
Fünf Bulletpoints fassen keinen Beruf zusammen. Wer junge Menschen erreichen will, muss reden und zuhören. Das gelingt am Motorblock besser als am Messestand. Und es funktioniert in beide Richtungen. Auch wir lernen bei jedem Termin dazu, welche Fragen Jugendliche heute stellen, was sie sich von einem Arbeitgeber wünschen und worauf es ihnen wirklich ankommt.
Warum wir das machen
In einer Region wie dem Erzgebirge wachsen Fachkräfte nicht auf Jobbörsen nach. Sie wachsen vor Ort auf. Auto Leonhardt bildet seit Jahrzehnten im eigenen Haus aus, und viele Kolleginnen und Kollegen, die heute in der Werkstatt oder im Teiledienst arbeiten, haben genau hier angefangen.
Dahinter steckt eine klare Haltung. Wir investieren in die Ausbildung, weil wir mit den Menschen arbeiten wollen, die wir selbst ausgebildet haben. Die das Autohaus kennen, die Kunden kennen, die Abläufe verstanden haben. Das braucht Zeit. Und es braucht den Kontakt zu Jugendlichen, bevor sie sich für einen Weg entscheiden.
Deshalb werden wir auch in den nächsten Monaten an Schulen und bei Veranstaltungen im Erzgebirge unterwegs sein.
Interesse geweckt?
Alle offenen Ausbildungsplätze und Praktika stehen auf unserer Karriereseite.